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  • hanneseller

Mit dem Zug durch Europa

Aktualisiert: 31. Dez. 2022


Ich plante schon lange, eine Interrailreise machen.

Ich wollte auch bereits vor der Pandemie mit dem Eurostar nach England fahren.

Als ich dann mit meinen Freunden in Innsbruck im Irish Pub war, erzählten sie mir, dass sie Anfang Mai auf ein Konzert in London gehen würden. Daraufhin hab ich mir schon mal für diese eine Woche Urlaub eingetragen. Im Fall des Falles.


Je näher der Termin rückte, desto konkreter wurde die Idee. Einer aus unserer Runde, Chri sein Name, wollte auch mit dem Zug fahren. Und so planten wir unseren Trip. Starten würden wir mit dem Nightjet von Innsbruck nach Köln, dann in Köln gemütlich frühstücken und weiter nach Brüssel. In Brüssel würden wir dann einmal übernachten und am nächsten Tag nach dem Mittagessen weiter nach London fahren. Soweit der Plan. Über die Rückreise habe ich mir in dem Moment noch keine Gedanken gemacht, das wollte ich später entscheiden. So buchten wir also den Nightjet von Innsbruck nach Köln, die Weiterreise nach Brüssel, sowie den Eurostar von Brüssel nach London.


Innsbruck


Die Hauptstadt der Alpen.


Dies war Jahrelang der Werbespruch vom Innsbruck Marketing. Ich finde, das trifft es meiner Meinung nach ziemlich genau. Ich wohne gerne hier.


Der ÖBB Nightjet am Abend in Innsbruck. Der Start unseres Zugtrips.

Brüssel Um kurz nach Neun kamen wir in Köln an. Nach einem ausgiebigen Frühstück dort machen wir uns auf dem Weg nach Brüssel. Die Hauptstadt von Europa. Hier stehen die ganzen Verwaltungsgebäude der europäischen Union. Für mich war es das erste Mal in Belgien. Voller Vorfreude stiegen wir nach knappen zweieinhalb Stunden am Bahnhof Brüssel Midi in aus dem Zug.


Das Atomium in Brüssel kennt man natürlich von unzähligen Bildern. Aber wenn man dann direkt vor diesem Gebäude steht, ist es noch beindruckender.


London


Von der Hauptstadt Europas in die Hauptstadt der Welt. Es mag zwar ein wenig übertrieben sein, aber ihr kennt ja mittlerweile meine Vorliebe für London und England im Generellen.


Dies ist mein 15. Besuch in der englischen Haupstadt, jedoch das erste Mal mit dem Zug.

Ich bin froh, dass es endlich geklappt hat. Mit dem Eurostar zu reisen, kam mir vor wie fliegen. Nicht nur vom Gefühl her, nein. Hier muss man genauso einchecken und durch die Security und Passkontrolle wie an jedem Flughafen.


Die UK Border Control, mitten in Brüssel am Bahnhof. Genau mein Humor.


Es ist auf jedenfall anders, wenn man mit dem Zug in St. Pancras, mitten in der Stadt ankommt, anstatt weit außerhalb an Flughäfen.


Vor dem Konzert am Dienstag treffen wir unsere Freunde in einem Pub vor dem Roundhouse.


Wir genießen das Konzert und den Abend und das Nightlife in London. Unsere Freunde Matze und Joggi fliegen bereits am Mittwoch zurück nach München, Chri und ich bleiben noch eine Nacht.


Diesmal in London schauten wir uns die Tate Modern an, sowie eine Tour auf der Towerbridge. Diese ist wirklich sehenswert.


Kurz vor dem Trip habe ich dann meine Rückreise im Groben geplant. London - Paris - Straßburg - Basel und über Zürich wieder zurück nach Innsbruck. Alles weitere sollte sich unterwegs ergeben.


Bei der Tower Bridge Tour lernt man viel über diese berühmte Brücke. Sehr empfehlenswert.


Ich verabschiede mich von meinem Freund Chri am Vormittag, denn er fliegt nach Zürich. Ich mache mich langsam auf den Weg mit der U-Bahn von Bethnal Green, wo unsere Unterkunft war, nach Kings Cross - St. Pancras.


Am Donnerstag Nachmittag geht es wieder zurück "nach Europa", wie es die Briten sagen würden. Gebucht habe ich den Eurocity Train 9028 um 13:31 Uhr von London St. Pancras nach Paris. Bis dahin habe ich mal in Ruhe Zeit, diesen besonderen Bahnhof zu erkunden.


St. Pancras International Station


Für alle Harry Potter Fans: Das berühmte Gleis 9 3/4 befindet sich hier am Bahnhof Kings Cross.


Strassburg


Nachdem ich in Paris angekommen bin, nehme ich den kurzen Fussweg zwischen dem Eurostar Ankunftsbahnhof Gare du Nord und dem Pariser Ostbahnhof Gare de l'est. Von hier fahre ich mit dem Zug direkt weiter nach Strassburg. Nach knappen zwei Stunden erreiche ich den Bahnhof Gare Centrale.



Der Straßburger Münster ist eines der Highlights der Stadt.


Straßburg ist eine coole Stadt. Das Europäische Parlament ist hier ebenso beheimatet wie das bei Touristen beliebte Viertel Petite France. Charakteristisch hierfür sind seine Kopfsteinpflasterstraßen, Kanäle und gut erhaltenen Fachwerkhäuser.


Das wunderschöne Petit France in Straßburg mit seinen Kanälen und Fachwerkhäusern


Colmar


Das schöne beim Interrail Ticket ist, dass man einfach aussteigen kann, eine Stadt besuchen und später weiterfahren kann. So habe ich auf dem Weg von Straßburg nach Basel einen Zwischenstopp in Colmar gemacht. Ich habe den Namen schon öfter gehört und wollte mir selber ein Bild davon machen, liegt ja auf dem Weg.


Little Venice heißt dieser wunderschöne Stadtteil in Colmar


Falls ihr mal im Elsass seid, unbedingt besuchen. Nach diesem kurzen aber sehenswerten Ausflug steige ich in den nächsten Zug nach Basel ein und fahre dann weiter nach Freiburg.


Freiburg


Freiburg ist die Partnerstadt von Innsbruck, was wahrscheinlich die wenigsten wissen.

Ebenfalls hat Freiburg eine Universität, eine historische Altstadt und einen schönen Schlossberg.


Freiburg mit dem Schwarzwald im Hintergrund, eine wunderschöne Kulisse


Bekannt ist die Stadt unter anderem auch für seine Bächle. Sie sind ein wichtiges gestalterisches Element für Straßen und Plätze.


Vorsicht. Wer in eins der Freiburger Bächle tritt, der muss nach dem Volksmund einen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten.


Zürich


Am nächsten Tag komm ich um die Mittagszeit in Zürich an. Ich treffe meine Freunde bei der roten Fabrik. Wir setzen uns gemütlich zum Zürisee und genießen die Sonne.


In der roten Fabrik direkt am Zürichsee finden regelmäßig Konzerte statt.


Am Sonntagvormittag fahren wir alle zusammen zurück nach Innsbruck.


Ich muss zugeben, es war schon ein dichtes Programm für eine Woche. Aber wenn man nicht selber mit dem Auto fahren muss, hat man im Zug immer Zeit sich auszuruhen. Das europäische Zugnetz ist mittlerweile sehr gut ausgebaut und die Verbindungen werden jedes Jahr besser. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich diese Reise unternommen habe und echt viel gesehen zu haben.


Falls du selber eine Zugreise planst, schreib mir. Ich wäre froh, helfen zu dürfen.






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